Vang Vieng: TUBING! (+ Klettern & „Friends“)

Als nächsten Halt unserer Reise durch Laos haben wir uns Vang Vieng ausgesucht, das vor allem bei Jugendlichen für Tubing bekannt ist, und wie sich herausstellte eine Partystadt mit überraschenden Eigenheiten ist, wo es sich nach den kalten letzten Tagen aber sehr gut ein paar Tage aushalten lässt. Leider gibt es diesmal aber nur wenige Fotos, die Besten habe ich am Ende des ersten Tages Tubing im Fluss versenkt, samt unserer GoPro (Action-/Unterwasserkamera) 🙁

Aber alles der Reihe nach:

Von Vientiane ging es per Bus nach Vang Vieng, und schon die Busfahrt lässt vermuten dass Vang Vieng etwas „anders“ ist. Statt wie normalerweise 90% Einheimische im Bus zu haben, sind es diesmal 100% Westener, die meisten davon Amis & Aussies, viele schon um 9 in der Früh mit Bierdosen bestückt. Nach den letzten Wochen etwas gewöhnungsbedürftig, aber mal schauen was uns erwartet!

Wir quartieren und im „Pan’s Place“ ein, ein nettes Guesthouse mit hilfsbereitem Besitzer und frisch renovierten Zimmern, überraschend günstig (50.000 Kip pro Nacht, ca. 5€, mit hot Shower & Fan), 5 Gehminuten vom Zentrum, und dadurch angenehm ruhig.

City Center Vang Vieng: Faszinierende Auswahl an Restaurants & Köstlichkeiten: NICHT!

Am Weg in die Stadt stechen einem die wunderschönen Berge in die Augen, die über den Dächern emporragen, vorallem bei Sonnenuntergang ein Spektakel! Als nächstes sticht einem die nicht enden wollende Restaurantmeile in die Augen – doch der Schein trügt: Lustiger- bzw. traurigerweise ähneln sich die Restaurants wie ein Ei dem Anderen! Das merkt man schon nach den ersten Metern, da in fast jedem Beisl große Fernseher hängen auf denen es den ganzen Tag diverse Folgen von „Friends“ spielt. Wir konnten nur 2 Lokale finden wo es etwas anderes spielte (dort war es dann „Family Guy“).

Durch den Lonely Planet waren wir schon vorgewarnt dass auch die Speisekarten so gut wie ident sind – Scheinbar hat hier einfach ein Beisl vom anderen kopiert – und tatsächlich: überall die selbe riesige Auswahl- Hauptsächlich Western Junk-Food, dann noch die beliebtesten Speisen der asiatischen Nachbarländer und nur vereinzelt laotische Gerichte. Zu fast jeder Speise gibt’s ein Baguette dazu. Neben normalen Tischen gibt es auch die angenehmen Liegeplätze mit großen Polstern, auf denen man sehr relaxed seine Drinks bzw. Burger genießen kann 😉 Nach einem Beerlao und einer Folge Friends fangen wir an diese Stadt zu mögen, auch wenn sie etwas gewöhnungsbedürftig ist 🙂 Wenn es Dunkel wird kommen immer wieder große Tuktuks mit Leuten die den ganzen Tag Tuben waren zurück, erkennbar an ihrem Badeoutfit, von oben bis unten angeschmiert mit Spraydosen und Stiften, lachend und grölend durch reichlich Alkoholkonsum 🙂

Kleiner Tipp: Direkt am Fluss gibt es ein paar sehr nette Restaurants, die zwar die gleiche Speisekarte bieten, dafür aber auch einen wunderschönen Blick auf den Fluss und die dahinter liegenden Berge!

Klettern am Sleeping Rock

Da wir uns nicht gleich unters Partyvolk mischen wollen buchen wir erstmal einen Halbtags-Kletterausflug in Adam’s Climbing School – da wir den Nachmittags-Slot wählen haben wir Glück und wiedermal einen Private Guide für uns alleine! Per Tuktuk geht es in Richtung Dschungel zu den imposanten Felswänden, nach einer kurzen Bootsfahrt erreichen wir schon den Sleeping Rock, eine Art Schlucht in der beidseitig die Kletterwände darauf warten erklommen zu werden, und angenehm schattig die Mittagshitze erträglich machen. Nach einer kurzen Einschulung in Sicherung & Abseilen durch unsren netten Guide „Apple“ kann es auch schon losgehen! Ich (Tobi) habe ja im Sommer einen Einführungskurs in der Kletterhalle Wien gemacht, und auch Ulli ist nach ein paar Jahren Kletter-Abstinenz schnell wieder ein kleines Kletteräffchen 🙂

5-6 Wände später spüren wir unsere Hände nicht mehr und sind froh diesen Ausflug gemacht zu haben (bzw. vollgepumpt mit Adrenalin, siehe Fotos!).

Tubing in Vang Vieng – Party, Crazy Swings & Slides & loads of Fun!

Der ursprüngliche Gedanke vom Tubing ist es mit einem Tuktuk ein paar km Flussaufwärts gebracht zu werden, um dann in einem großen aufgeblasenen Reifenschlauch den Fluss hinter zu treiben, um wieder in Vang Vieng zu landen. Allerdings gibt es direkt am Fluss zahlreiche Bars die einen mit Sonnendecks, kühlem Bier, günstigen Buckets, lauter Musik, verrückten Schaukeln, Rutschen, Sprungtürmen, und einem ausgelassenen Partyvolk davon abhalten 🙂 Die meisten Leute schaffen es daher auch nur bis zur dritten Bar, die um ca. 17:00 Uhr – wenn der Sonnenuntergang droht und es langsam kalt wird – brechend voll ist mit tanzenden Menschen die ausgelassen feiern! Wir natürlich mittendrin, Ullis Rücken mit sexy Sternchen aus einer Spraydose geschmückt, am Handgelenk schon einige Bändchen, die man bei jeder Bar neben einem Free Welcome Shot (Lao Lao Whiskey) bekommt… Natürlich haben wir alles mit unserer GoPro dokumentiert und Viele Fotos & Videos geschossen… aber…

Nach einer genialen Schaukel mit der man sich Meterhoch ins Wasser katapultieren kann, haben wir es noch bis zur 5.Bar geschafft (nur ca. 200 Meter nach der Einstiegsbrücke!!), bevor mir das GoPro Malheur passiert ist, und es dann schon langsam dunkel & zu kalt für eine Weiterfahrt im eisigen Flusswasser wurde. Eine riesige selbstgebaute Rutsche wollte ich noch austesten, mit Kamera auf den Kopf geschnallt… Habe aber blöderweise nicht gesehen dass man am Ende der Rutsche noch in die Luft geschossen wird, und beim zurückschnalzen ist die Kamera in hohem Bogen im Fluss gelandet. Leider waren dort ziemliche Stromschnellen, dass es schon schwierig war wieder an Land zu schwimmen, geschweige denn ohne Taucherbrille nach der Kamera zu tauchen 🙁 Nach einigen Versuchen haben wir es dann aufgegeben, um noch vor der totalen Dunkelheit aus dem Fluss zu kommen… Da immer wieder davor gewarnt wird vor der Dunkelheit aus dem Wasser zu kommen, da jedes Jahr einige Leute beim Tuben im Fluss ertrinken…Was durch den hohen Alkoholkonsum und nicht existierenden Sicherheitsvorkehrungen nur Verständlich erscheint!

Traurig über den Verlust, vorallem der genialen Fotos und Videos, haben wir uns beim Abendessen dazu entschieden einfach nocheinmal Tuben zu gehen, diesmal mit normaler Cam und etwas weniger Alkohol, damit wir doch ein paar km Flussabwärts kommen 🙂 Das Ergebnis seht ihr bei den Fotos unten, mit deutlich weniger Action und viiel weniger Leuten, aber dennoch wieder einem genialen Tag am Fluss!

Fazit: Tubing sollte man unbedingt mal ausprobieren, auch wenn man sich anfangs nicht damit anfreunden kann… Einfach in den Tube setzen, sich aus dem Wasser fischen lassen (im wahrsten Sinne des Wortes, bei jeder Bar stehen ein paar Schakln die dir eine an eine Schnur gebundene Wasserflasche zuwerfen, um dich aus der Strömung zu ziehen :)) ein Beerlao in der Sonne trinken & die Stimmung auf sich wirken lassen, alles Andere passiert dann von selbst 😉

Nach genialen 4 Nächten Vang Vieng wartet jetzt wieder eine laange Busfahrt auf uns – next stop: Christmas in Luang Prabang!



Kommentare

Eine Antwort zu “Vang Vieng: TUBING! (+ Klettern & „Friends“)”

  1. Berke sagt:

    A few thgins: 1. Drunken camping/canoeing/tubing is what everyone does here in the summer. We have Apple River not far from me and yeah- I'm pretty sure the water is mostly beer and piss. 🙂 2. I feel like you need to come to America so I can feed you. Are you not eating? You need to eat. It's Thanksgiving here today and the amount of food happening right now is ridiculous. I have 4 dozen muffins and 3 pies on my counter right now. Not including everything I'm making. 3. Stop breaking your cameras. Miss you… and keep having fun!

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